Eigentlich ist man noch schnell in Liestal. Knapp zwei Stunden bin ich mit zwei Koffern bewaffnet in einem Interregio durch die Schweiz getuckert. Sozusagen von der rechten oberen Ecke bis zur linken Ecke. Also geografisch, nicht politisch. Mein etwas grossgeratenes Handgepäck hat wohl den ein oder anderen etwas stutzig blicken lassen, aber schliesslich schaffte ich es auch endlich die Treppe (Mist!) des Liestaler Bahnhofs hoch, wo mich bereits meine Begleitung und Organisatorin Viktoria und ihre Wirbelwinds-Tochter Lotte erwarteten. Im grossen Familien-Kombi ging’s mit ein, zwei Umwegen durch das schöne Baselbiet – das je öfter wir rauf und runter und durch die Täler kurvten, vorbei an blühenden Obstbäumen und löwenzahngelben Wiesen, dem Thurgau immer ähnlicher wurde – bis nach Reigoldswil. (Zwischenzeitlich, so erklärte mir meine Fahrerin, überquerten wir sogar einen Fleck Solothurn.)

Dort wurden wir, obwohl viel zu früh, herzlich im Lehrerzimmer willkommen geheissen. Kaffee!! Vielen Dank!

Stephan von Daeniken, Leiter der Schulbibliothek und eingefleischter Leser, führte uns dann rüber zu dem etwas kleinen, aber schnuggeligen Raum, der sich bald mit Schülerinnen und Schülern füllte. Das Besondere daran: Der Besuch der Lesung war freiwillig und klassenübergreifend. Und da im Kanton Baselland die Oberstufe 4 Jahre (also die st.gallerische 6. Klasse Primarschule dazugerechnet) zählt, hatte ich ein breites Spektrum an Zuhörern. Vor allem freute mich, dass sich beinahe ebenso viele Jungs wie Mädchen dazugesellten. Die Lesung an sich verlief ruhig und ich hatte geduldige und gespannte Zuhörer. Meinen Prüfungs-Glücksbringer wollte ich dann aber doch nicht ausleihen. 🙂 Dafür fanden die meisten Flyer neue Besitzer.

Nach einem stärkenden Mittagessen unterwegs (tolles Restaurant mit Gartenwirtschaft), konnte ich mein Hotelzimmer begutachten. Bin hin und weg und geniesse jetzt vor allem den separaten Zugang zum Garten und die Tee-Bar. Aber da Lesen und Tee-Trinken nicht ewig dauert, machte ich mich auf Erkundungstour des Stedtle und entdeckte einen herzigen Kinderbuchladen. Ausbeute des Tages: schnelles Sandwich und Blasenpflaster.

Im Garten

Jetzt wird’s Zeit fürs Ausruhen und Vorbereiten für morgen. Dann geht es nämlich nach Pratteln Erlimatt.

 

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